
Theodor Herzl
Geboren 1860 in Budapest, gestorben 1904 in Edlach an der Rax, war Schriftsteller und Journalist, u.a. ab 1891 Pariser Korrespondent der »Neuen Freien Presse«. Geprägt durch den Dreyfus-Prozess und den aufkommenden Antisemitismus, veröffentlichte er 1896 die Schrift »Der Judenstaat«, in der er die Gründung eines jüdischen Nationalstaates forderte. 1897 organisierte er den ersten Zionistischen Weltkongress in Basel und wurde Präsident der neu gegründeten Zionistischen Weltorganisation. Sein visionärer Roman »Altneuland« (1902) beschrieb ein modernes, gerechtes jüdisches Gemeinwesen in Palästina. Obwohl er zu Lebzeiten keine konkrete Staatsgründung erreichte, gilt er als geistiger Vater des Staates Israel.