Czernin

Dürre Beweise

Manfred Rebhandl

 „Jedenfalls hat er mir neulich erzählt, dass seine dreizehnjährige Nichte verschwunden ist, weiß der Teufel wohin, aber sie ist seit ein paar Tagen einfach nicht mehr nach Hause gekommen. Normalerweise hör ich ja nicht so genau hin, wenn diese kranken Spinner mich volllabern mit dem ganzen Scheiß, der ihnen ihr Leben zerstört hat, aber in diesem speziellen Fall klingelte es bei mir und ich dachte: Das wäre doch vielleicht ein schöner Job für meinen Freund Rock, wo doch die Zeiten so hart sind, dass wir alle in der Seele krank werden, wobei ich sagen muss, dass die Zeiten für die Griechen vielleicht noch ein wenig härter sind als für mich zum Beispiel, aber die kennen dafür keinen Winter, also was sagst du?“

Ich sagte: „Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut.“

Dann lachten wir beide, bis uns der Bauch wehtat, und dann wollte ich schnell wieder die Schlafmütze aufsetzen, denn was sein Jobangebot betraf, musste ich ihm leider sagen: Es war gut gemeint, aber nicht gut genug.

So kurz vor Weihnachten wollte ich um keinen Preis einen Job, ich war nämlich ein überzeugter Freund der Winterarbeitslosigkeit, darum blieb ich ja lieber zuhause in meiner kleinen Welt, wenn es sich nur irgendwie einrichten ließ, und mied alles, was sich auch nur im Entferntesten nach Arbeit anhörte oder noch schlimmer: nach Problemen. Und in diesem Fall brauchte ich nicht einmal meine ganze Lebens- und Berufserfahrung in Dirty Willi’s Swedish Pornhouse, um mir in den buntesten Farben auszumalen, was ein angeschlagener Tabeldancebar-Besitzer für Probleme in meinem Leben anrichten konnte, sobald ich mich dazu hinreißen ließ, seine Nichte zu suchen. 

Aber leider siegte dann mein insgesamt großes Interesse an der Gestörtheit meiner Mitmenschen über meine überwältigende Schläfrigkeit, und ich fragte, was denn genau mit diesem Idioten Ronnie nicht stimmte, und Ku sagte: „Die Kurzversion lautet wie immer: schwierige Kindheit.“

„Und die lange?“

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Nadine Kegele zum Bachmann-Preis 2013 eingeladen

Nadine Kegele zum Bachmann-Preis 2013 eingeladen

Wir freuen uns sehr mit unserer Autorin Nadine Kegele, die vom Juryvorsitzenden Burkhard Spinnen zum Wettlesen um den Bachmann-Preis eingeladen wurde. Gemeinsam mit 13 weiteren Autorinnen und Autoren tritt sie zwischen dem 3. und dem 7. Juli bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur 2013 in Klagenfurt an. Lesungen und Diskussionen werden wie immer live auf 3sat übertragen. 

Stimmen zum Buch »Annalieder«:

»In ihren besten, luftigsten Passagen können die Texte fliegen.« Die Presse 

»Erfrischend frech, erfrischend lakonisch, erfrischend anders. Die Autorin schreibt genau so wie sie denkt: schnell, scharf, unkonventionell und manchmal auch wunderbar poetisch! ... Ein bemerkenswertes Debüt!« ORF

»Wer kennt sie nicht: Die ungewöhnlichen Leidenslieder, die das gewöhnliche Leben spielt – Nadine Kegele verschriftlicht sie, zeigt ihre niederschmetternde Wucht und Gewalt mit großer Direktheit und Unverstelltheit.« Literaturhaus Wien 

»Von Nadine Kegele wird man noch hören.« Ö1 

»Zwölf sprachlich unkonventionelle wie sprachlich sattelfeste Erzählungen ... Ein beachtliches Erstlingswerk.« APA 

»Hervorragende Kurzgeschichten.« FAQ 

Leseprobe

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Im März 2013 hat Nadine Kegele bereits den Publikumspreis der WORTSPIELE gewonnen, sie konnte die Hörer mit einer Lesung aus »Annalieder« für sich gewinnen und sich damit gegen prominente Konkurrent wie Clemens Setz und Anna Weidenholzer durchsetzen. Als Preis erhielt Kegele eine kostenlose Lesung auf dem Literaturportal zehnseiten.de.

Die interessantesten Aspekte innerhalb der großen Bandbreite neuer Literatur stehen jedes Jahr im Mittelpunkt der WORTSPIELE, dem internationalen Festival junger Literatur in Wien und München.

Es wird Ihnen eine Lehre sein

Präsentation der Biografie von Herwig Seeböck, 18.3.2013, Metropoldi

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Es wird ihnen eine Lehre sein (Fotos: Czernin Verlag)

Vorstellung des Buches durch die Autorin Ida Seeböck gemeinsam mit Roland Düringer, Eva Billisich, Gery Seidl und Gerhard Walter.

Thomas Trenkler erhält Bank-Austria-Kunstpreis für Kulturjournalismus

Der Bank Austria Kunstpreis ist einer der höchst dotierten Förderpreise für Kultur in Österreich und wird in vier Kategorien vergeben.

Thomas Trenkler erhält Bank-Austria-Kunstpreis für Kulturjournalismus
Foto: Rita Newman

„Mit dem "Standard"-Journalisten Thomas Trenkler (...) sei "eine Person mit ausgeprägten Ecken und Kanten" ausgezeichnet worden, die "nicht immer angenehm und schon gar nicht angepasst" sei, sagte Bank Austria CEO Willibald Cernko zur APA. Es sei vor allem darum gegangen, Trenklers Verdienste um die Aufarbeitung des systematischen Kunstraubs der National- sozialisten und der laxen Rückgabepolitik der Nachkriegszeit auszuzeichnen. Durch seine Hartnäckigkeit habe er viel bewirkt und dazu beigetragen, die Reputation Österreichs wieder herzustellen.“ (APA, 15.2.2013)

"Das Zeitalter der Verluste", der neue Interviewband von Thomas Trenkler aus Anlass des Gedenkens an das fatale Jahr 1938, erscheint am 11. März 2013.

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Ana Tajder für die MIA 2013 nominiert

Am 8. März 2013, dem internationalen Frauentag, werden zum sechsten Mal in Folge Frauen mit internationalem Hintergrund für besondere Leistungen in und für Österreich mit dem MIA-Award auszeichnet.

Ana Tajder für die MIA 2013 nominiert

Die MIA 2013 wird in fünf Kategorien vergeben, die gebürtige Kroatin Ana Tajder wurde in der Sparte „Kunst und Kultur" nominiert. Entscheidende Kriterien für eine Nominierung waren der Erfolg, das außerberufliche Engagement und der Umgang mit der eigenen Integration. 

Tajder, geboren 1974 in Zagreb, lebt seit 1991 in Wien, wo sie ein Studium der Betriebswirtschaft absolvierte. Sie arbeitete in der Diplomatie, im internationalen Marketing eines Konzerns und bei einer der weltgrößten Werbeagenturen. Als mittlerweile freie Autorin und Journalistin erscheinen ihre gesellschaftskritischen Artikel in „The Vienna Review“, „Elle“ und „Zaposlena“.

Im Czernin Verlag hat sie den Roman „Von der Barbie zum Vibrator“ und den Erinnerungsband „Titoland. Eine gleichere Kindheit“ veröffentlicht.

Nähere Informationen zur MIA 2013 unter http://www.mia-award.at/.

Vietnam, mon amour

Ein Wiener Jude im Dienst von Hô Chi Minh

Vietnam, mon amour

„Diese außergewöhnliche Geschichte eines Mannes, der für seine politischen Ziele kämpft, liest sich spannender als so mancher Krimi.“ Die Presse

Die durchgesehene und verbesserte Neuausgabe der Biographie von Ernst Frey - ab sofort lieferbar! 

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Marzipan aus Marseille

Das neue Buch von Christian Futscher

Marzipan aus Marseille

Der bereits fünfte Titel von Christian Futscher im Programm des Czernin Verlags und gleichzeitig der zweite Gedichtband des Gewinners des Dresdner Lyrikpreises 2008.

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Gerda Lerner

30. April 1920 – 2. Jänner 2013

Gerda Lerner

Unsere Autorin Gerda Lerner, Universitätsprofessorin und Historikerin, ist im Alter von 92 Jahren in Madison/Wisconsin (USA) verstorben. Die in Wien geborene und 1938 in die USA emigrierte Lerner galt als Pionierin auf dem Gebiet der feministischen Forschung. Durch Ihr Engagement und Ihre zahlreichen Veröffentlichungen wurden die Themen der amerikanischen Frauengeschichte und des feministisches Bewusstseins sowohl im universitären Kontext als auch in der breiten Öffentlichkeit erstmals intensiv diskutiert.

Im Czernin Verlag ist unter dem Titel „Feuerkraut“ die deutschsprachige Übersetzung Ihrer Autobiographie erschienen.

Gesammelte Nachrufe:
The New York Times
diestandard.at
orf.at
diepresse.at

Manfred Rebhandl: Leo-Perutz-Preis 2012

Der Czernin Verlag gratuliert Manfred Rebhandl zum Leo-Perutz-Preis 2012: Sein Kriminalroman „Das Schwert des Ostens“ wurde als beste Krimi-Neuerscheinung im deutschen Sprachraum ausgezeichnet.

Manfred Rebhandl: Leo-Perutz-Preis 2012
Gemeinderätin Anica Matzka-Dojder und HVB-Präsident Gerald Schantin freuen sich mit Manfred Rebhandl.

Das Schwert des Ostens ist ein durch und durch wienerisches Buch. Es ist skurril und zeichnet ein abgründiges Bild dieser Stadt. Im Unterschied zu anderen Krimis bleibt Rebhandl trotz aller Abgedrehtheit immer authentisch. Und obwohl sich sein Held Rock Rockenschaub mehr als brachial behauptet, wird dieser rasch zum Liebling aller – weil er das Herz am rechten Fleck trägt“, so Michael Kratochvil (Buchhandlung Kuppitsch), der gemeinsam mit Raoul Blahacek (Kulturabteilung der Stadt Wien), Nora Miedler (Krimiautorin), Erwin Riedesser (Vorsitzender des Österreichischen Buchhändlerverbands) und Tobias Hierl (Chefredakteur Buchkultur) die diesjährige Jury bildete.

Der mit 5000 Euro dotierte Leo-Perutz-Preis wird seit 2010 jährlich von der Gemeinde Wien und dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels (HVB) vergeben. Der Preis ist nach dem Schriftsteller Leo Perutz (1882–1957) benannt.

Im Oktober 2012 ist der zweite Rockenschaub-Krimi „Dürre Beweise“ im Czernin Verlag erschienen.

Zu: Das Schwert des Ostens

Zu: Dürre Beweise

Gottes Werk und unser Beitrag

Pressekonferenz am 10.09.2012 im Presseclub Concordia

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Gottes Werk und unser Beitrag (Fotos: Czernin Verlag / Rudolf Handl)

Teilnehmer: Carsten Frerk (Autor), Christoph Baumgarten (Autor), Niko Alm (Sprecher der Initiative gegen Kirchenprivilegien), Daniela Musiol (Sprecherin für Familien-, Demokratiepolitik und Verfassung, Die Grünen)

Die Website zum Buch:

www.kirchenfinanzierung.at

Eva Kollisch: Theodor-Kramer-Preis 2012

Verleihung des Preises für Schreiben im Widerstand und Exil an unsere Autorin Eva Kollisch, 25.05.2012, Unabhängiges Literaturhaus NÖ

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Verleihung des Theodor-Kramer-Preises 2012 (Fotos: Rudi Handl)

Termine

Mittwoch,

Buchvorstellung

Gabriela Moser 
Die Akte U

Landhausbuchhandlung Morawa, Klagenfurt
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Montag,

Buchpräsentation

Bernhard Praschl 
Das kleine ABC des Geldes

phil, 1060 Wien
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Mittwoch,

Buchvorstellung

Gabriela Moser 
Die Akte U

Rupertus Buchhandlung, Salzburg
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Dienstag,

Buchvorstellung

Gabriela Moser 
Die Akte U

BH Morawa, Innsbruck
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