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Reiseführer durch die braune Topographie von Oberösterreich
Gerald Lehner
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Works from the 1980s
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Im Schatten von Hitlers Heimat
Reiseführer durch die braune Topographie von Oberösterreich
Gerald Lehner
Susanne Rolinek
Christian Strasser
[0315_6_u1_01]
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Preis:  EUR 19.80
ISBN: 978-3-7076-0315-6
Seiten: 250
Ausstattung: Klappenbroschur
Format: 11,5 x 19 cm
Das vielfältige und prachtvolle Bundesland zwischen Dachsteingebirge im Süden, Böhmerwald im Norden, Innviertel im Westen und der Ennsmündung im Osten war Hitlers Heimat. Der verstoßene Dichter Carl Zuckmayer nannte das Innviertel „Hitlers Bruthecke“ – und rückblickend mutet es unheimlich an, wie eng in Oberösterreich die Schicksale von NS-Verbrechern wie Eichmann und Kaltenbrunner mit jenen der Vertriebenen, der KZ-Häftlinge in Mauthausen und seinen Nebenlagern oder der Widerstandskämpfer verbunden sind.
Hitler hatte große Pläne für seinen „Heimatgau“: Industrialisierung im Dienste der Kriegswirtschaft und auf Kosten Zehntausender KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter, ein „judenfreies“ Land für Nazibonzen und Linz als neue Kulturmetropole. In Sichtweite des Konzentrationslagers von Mauthausen, in dem mehr als 100.000 Menschen aus 30 Nationen ermordet wurden, rauchten bei Linz die Hochöfen der „Hermann-Göring-Werke“, der späteren VOEST. Im Salzkammergut ließen sich die Familien von Joseph Goebbels, Ernst Kaltenbrunner und August Eigruber in enteigneten Villen nieder. Auf der anderen Seite leisteten Regimegegner in organisierten Gruppen im Salzkammergut, im Mühlviertel und den Industriestädten Widerstand. Doch die Verdienste der mutigen Männer und Frauen gerieten im Nachkriegsösterreich schnell in Vergessenheit, ebenso wie die NS-Zeit – bis jetzt, als neonazistische Vorfälle in Ebensee, Mauthausen und anderen Orten die Vergangenheit wieder sichtbar machten.
Gerald Lehner
Dipl. Päd. , geboren 1963 in Bad Gastein, ORF-Redakteur, war Mitarbeiter bei „profil“, „Der Standard“, „Der Spiegel“, „Stern“ ... Studium der Politik- und Medienwissenschaft, Techniker und Lehrer in der Entwicklungszusammenarbeit mit Nepal. ...
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Susanne Rolinek
Dr., geboren 1969 in Salzburg, Historikerin, Ausstellungskuratorin und Universitätslektorin. Arbeitet seit 2004 als Provenienzforscherin im Museum der Moderne Salzburg. Arbeitsschwerpunkte: u. a. Zeitgeschichte und NS-Raubkunst.
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Christian Strasser
Mag., geboren 1964 in Salzburg, Marketingmanager bei den Salzburger Nachrichten. Studierte Jus, Kommunikations- und Politikwissenschaft sowie Kultursoziologie an der Universität Salzburg. Langjährige frühere Tätigkeit als Journalist und Pressefotograf. ...
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