Hansjörg Zauners Gedichte sind einem genauen Blick geschuldet. Im Blickpunkt
steht die Sprache selbst, mit ihrem semantischen Reichtum, ihren
Mehrdeutigkeiten, Missverständnissen und Absurditäten im Spiegel einer
alltäglichen Welt, zwischen Party und Pathos. Aus Anlass seines 50. Geburtstags
im Dezember 2009 erscheint nach dem Prosaband "Luxus" (2008) eine Auswahl
großteils unveröffentlichter Gedichte.
Der Wortverdreher Zauner überrascht erneut mit kühnen Wortneuschöpfungen,
überbordenden Adjektivfolgen, unerhörtem Drive und einer ausufernden
Bilderflut, deren Qualitäten dem großen Formbewusstsein ihres Autors
entwachsen.
Geboren 1959 in Salzburg. Lebt in Wien und in Obertraun. Dichtung, visuelle Arbeiten, Kurzfilme. Herausgeber der "Zeitschrift für neue Poesie Solande". Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland. 18 Einzelpublikationen, zuletzt "Jolly", "luft verkehrt ...
vielleicht dein ticket schluckt poeme
auch mein quarzdung meldet blähung
überfites schwimmbad hüpft im wind
fort mit fingern stahl verblutet
her mit socken zuckt pinzetten
zu mit stimmen plastikeis ist frei
vorbei voller platz verliebte zeile
mein vorzupfen autodrome
kein zufall verloren
unser hinsingen luster
jeder lichtschleim platzt auf