Der Dichter Christian Futscher bäckt literarische Gifthäppchen, scheinbarer
Unsinn erweist sich bei näherem Hinsehen als hintersinnig. Das, was reichlich
zwischen und hinter den Zeilen steht, sei ans Herz gelegt. Hat der
unvergleichliche H.C. Artmann damals mit einer schwarzen Tinte geschrieben,
so schreibt Christian Futscher quasi mit einer roten Tinte, und zwar mit einer
blutroten.
Dem Futscher ist sein Gedicht ohne Zweifel sein Messer. Er gehört zu den
Poeten, denen man ungern alleine im Dunkeln begegnet. Rücken wir ihn also ins
Rampenlicht!
Urs Heftrich in der Laudatio zum Dresdner Lyrikpreis 2008
Geboren 1960 in Feldkirch, Studium der Germanistik, lebt seit 1986 in Wien, u. a. als Pächter eines Stadtheurigen. 1998 erfolglose Teilnahme beim Bachmann-Wettbewerb in
Klagenfurt, dafür 2006 Publikumspreis bei der Nacht der schlechten Texte in ...